Max Wolfgang Schiller, geboren 1943 in Giebelstadt, studiert nach dem Abitur von 1965 bis 1970 Theologie in Würzburg und Tübingen.

Die Kongregation der “Kleinen Brüder vom Evangelium”, eine Ordensgemeinschaft, die nach dem Vorbild des Seligen Charles de Foucauld lebt und mitten unter den Armen sein will, interessiert ihn schon in seiner Studienzeit.

Nachdem er diese Gemeinschaft in Frankreich und Italien intensiv erlebt hat, tritt er der Kongregation bei.

1974 kommt er nach Südamerika, wo er in Venezuela und Kolumbien arbeitet. Mit einem belgischen Mitbruder gründet er eine Kommunität in Titicachi, einem kleinen Indiodorf in den Anden, auf einer Höhe von über 3200 Metern, 220 Kilometer nördlich von La Paz. Sie leben einfach und bescheiden wie die Indianer, lernen ihre Sprache, Quechua; und gewinnen allmählich ihr Vertrauen.

1982 wird Padre Max, wie er von den Einheimischen genannt wird, auf dem Sportplatz des kleinen Dorfes zum Priester geweiht.

Um die Indianer aus der Unterdrückung zu befreien, baut er mit seinem Mitbruder Padre Francisco Hulsen (+ 2010) und den Laienmissionarinnen aus der Schweiz, die seit 1977 in Titicachi leben, ein Gesundheitszentrum auf, errichtet Schulen und ein Gymnasium, gründet eine Handwerksschule (CETHA getragen von Teresianer Schwestern aus Bolivien), erneuert Kirchen und Kapellen und ermöglicht jungen Leuten aus Titicachi ein weiterführendes Studium in La Paz.

Hinzu kommen in den letzten Jahren ein Radiosender und ein Behindertenzentrum in Titicachi. Auch kümmert er sich um Witwen und sorgt dafür dass deren Kinder die Schule besuchen können.